Die Politik hat 2-fach nicht auf Hinweise aus der Wissenschaft (BERENIS) reagiert.

BERENIS Schweiz

BERENIS ist die NIS Nicht ionisierende Strahlung beratende Stelle des Bundes.

BERENIS, 2021: Schweizer Grenzwerte sind nicht sicher

In der «Sonderausgabe Janaur 2021» wird erklärt wie dauerhafter oxidativer Zellstress, ausgelöst durch Mobilfunk Strahlung, schwerwiegende Gesundheitsschäden auch im Bereich der Grenzwerte verursachen kann, was im Umkehrschluss bedeuted dass Schweizer Grenzwerte nicht als sicher angesehen werden können.

BERENIS, 2018: Schweizer Grenzwerte müssen überarbeitet werden

So folgert die BERENIS im Sondernewsletter von 2018 zu NTP/Ramazzini: «Es sei eine vollständige Risikobewertung unter Berücksichtigung aller verfügbaren Studien (Tierstudien und epidemiologische Studien) notwendig, um abzuschätzen, ob die derzeitig gültigen Grenzwerte geändert werden sollten.»

Das ist eine klare Empfehlung der BERENIS ans BAFU und den Bundesrat und es ist NICHTS passiert. Nur der Bericht Mobilfunk und Strahlung 2019, der explizit KEINE vollständige Bewertung gemacht hat.

LUWE Dokument, 4 Seiten

P.S.: Als dritter Markstein in der Studienlandschaft könnte die europäische REFLEX Studie, 2004, unter der Leitung von Franz Adlkofer, mit einem Volumen von rd. 3.2 Millionen Euro angefügt werden. Nachgewiesen wurden Erbstrangbrüche, Schädigung des Kerns des Gehirns, bereits bei schwacher Strahlung, im Bereich der Grenzwerte. Da DNA Schäden als Ursache für Krebs angesehen werden, ist naheliegend, NTP und Ramazzini im Kontext von REFLEX zu sehen.

Internationale Quellen

2015, Yakimenko Studien Review

Auf diesen Review wurde auch im oben genannten BERENIS Newsletter Janaur 2021 zurückgegriffen.

«Von 100 verfügbaren Peer-Review-Studien (18 in-vitro-Studien, 73 Studien an Tieren, 3 Studien an Pflanzen und 6 Studien am Menschen) bestätigten 93 dass bereits schwache Hochfrequenzstrahlung ein starker oxidativer Stressor für lebende Zellen ist.»

«Genauer gesagt, in 58 Studien an Laborratten zeigten 54 positive Ergebnisse und 4 von 6 Studien am Menschen waren positiv. Darüber hinaus waren 17 der 18 In-vitro-Studien positiv, darunter zwei an menschlichen Spermien und zwei an menschlichen Blutzellen. Laut den Autoren führt die Analyse moderner Daten zu den biologischen Auswirkungen von hochfrequenter Hochfrequenzstrahlung (RFR) zu einer festen Schlussfolgerung, dass dieses physikalische Mittel ein starker oxidativer Stressor für lebende Zellen ist.»

Meinung internationaler Wissenschaftler

[..] die ICNIRP vertritt nicht die Meinung der Mehrheit der Wissenschaftler [..] Die Mehrheit, nämlich 252 Wissenschaftler, erklärte:

«Die ICNIRP macht immer noch diese Behauptungen, obwohl die sich häufenden wissenschaftlichen Beweise das Gegenteil belegen. Wir sind folgender Ansicht: da die ICNIRP-Richtlinien nicht für die langfristige Exposition und weniger intensive Auswirkungen gelten, sind diese nicht ausreichend, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.»

Scientist Appeal Hardell Appell (s.u.)

Swisscom, 2004

«Wenn menschliche Blutzellen mit elektromagnetischen Feldern bestrahlt werden,
wurde eine deutliche Schädigung des Erbmaterials nachgewiesen,
und es gibt Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko.» Swisscom, September 2004

Die hier zitierte Aussage aus der Patentschrift WO 2004/075583, bringt auf den Punkt was dem damaligen Stand der Wissenschaft entsprach und was Studien bis heute wieder und wieder nachweisen: Mobilfunk kann, im Bereich der Grenzwerte, die DNA schädigen und die geschädigte DNA wird (u.A.) als Ursache für Krebs angesehen.

Andersklingende Darstellung der Mobilfunk Branche

In folgendem PDF sind, anhand des «Swisscom Faktenblattes», Aussagen der Branche zu Aussagen anderer namhafter Quellen gegenübergestellt.

Ganzes Dokument, 8 Seiten

Unterschiedliche Schädlichkeit der Frequenzen

Bild Quelle : Wissenschaftlicher Dienst des Europäischen Parlamentes, modifiziert: rote Linien mit 3G / 5G eingefügt

Das Vorsorgeprinzip

Das Vorsorgeprinzip ist eine klare Handlungsanweisung an die Behörden wie mit potentiell schädlichen Einflüssen umzugehen ist. Mai 2020 wurde, im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) ein Rechtsgutachten dazu erstellt. Zitate:

Vorsorgeprinzip, 1 Seite

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