Sachlichkeit Gesundheit Leistungsangaben Versorgungsauftrag

Lange Wellen gehen weit

  • brauchen wenig Energie

Millimeterwellen

  • brauchen mehr Energie
  • haben eine geringe Reichweite
  • brauchen mehr Antennen

Der Wissenschaftliche Dienst der Europäischen Kommission benennt alle 20 bis 150 Meter eine Antenne im Endausbau (Seite 4)
Mit dem Internet der Dinge ist eine massive Steigerung des Stromverbrauches des Internet im Faktor 2-5 zu erwarten.

Kritik an der Messmethode des Bundes (METAS)

Die akkreditierten Messfirmen sind mit den Vorgaben von METAS klar nicht in der Lage, eine Abnahmemessung durchzuführen, die auch nur annähernd die Anforderungen an den Schutz von Leib und Leben der Anwohner und die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse erfüllen kann!Thomas Fluri, dipl. Ing. ETH, Februar 2021

Siehe: Prüfbericht "Kritik an der von METAS vorgeschlagenen Messmethode", Thomas Fluri, dipl. Ing. ETH, Ingenieurbüro, 03.02.2021. Im einleitenden Schreiben sind die Argumente zusammengefasst.

Das Dokument wurde Februar 2021 an das Bundesamt für Umwelt BAFU gesendet wie auch an mehrere Bundesräte.

Ein erklärendes Video gibt es von der LUND Universität Schweden: Understanding Massive MIMO in 2 minutes (auf Englisch)

Adaptive Technik strahlt gezielter. Das ist eine Verbesserung und die Zukunft wird auch in diese Richtung gehen. Diese Vorteile aber werden weit positiver dargestellt als sie in der Realität sind.

Darstellung Ericcson, 5G strahlt genau nur je einen Nutzer an
Realität (eigene Darstellung)

Es wird kaum der Fall sein, dass ein Strahl gezielt nur einen Nutzer trifft. In der Praxis werden immer viele Personen durch mehrere, stärkere Beams bestrahlt.

Reflektionen werden genutzt um einen Benutzer zu erreichen
Darstellung Beams

80% der Mobilfunknutzung geschieht im eigenen Haus. Dort kann der Strahl selten den Benutzer auf direktem Weg erreichen. Es werden Reflexionen genutzt, um den Benutzer aus verschiedenen Richtungen zu erreichen. All das, zusammen mit weiteren Faktoren, verunmöglicht nach derzeitigem Stand die 5G Messung.

Irreführende Dokumente

In den Herstellerdatenblättern sind aktive, adaptive 5G Makro Antennen mit Maximalleistungen von bis über 30.000 Watt ERP angegeben, aber unterhalb 5.000 W ERP (20% der Maximalleistung) kaum mehr regelbar. Um aber eine Einhaltung der Grenzwerte anzugeben, weisen Schweizer Mobilfunkbetreiber diese Antennen meist mit einer Sendeleistung von zwischen 50 und 800 Watt ERP in den den Baubehörden vorgelegten Standortdatenblättern aus.

Mit den angegebenen 50 bis 800 Watt ERP (0,16 bis 2,6% der Maximalleistung) können diese Antennen praktisch nicht mehr betrieben werden.

Technische Details finden Sie im Prüfbericht des Ingenieurbüro für Elektronik ETH / HTL - TH. FLURI, Derendingen, November 2020 .

Es ist ein Widerspruch in sich: Auf der Seite des Bundes heisst es, dass 5G "die Grenzwerte zu keinem Zeitpunkt überschreiten darf". Auf Anfrage des BAFU erhielten wir die Antwort: "Zur Zeit werden adaptive Antennen aber so beurteilt, als würden sie in alle Richtungen gleichzeitig strahlen («worst case»)".

Zusammenfassend also: 5G transportiere gemäss Werbeaussagen bis 100x mehr Daten, hätte aber, selbst wenn es in alle Richtungen gleichzeitig strahlen würde (Vorteil der adaptiven Technik ausser Acht gelassen), gemäss folgendem Auszug aus dem Standortdatenblatt, 10x weniger Leistung gegenüber 3G / 4G. Gleichzeitig fordert die Mobilfunk Industrie mit Vehemenz eine massive Grenzwerterhöhung mit der Begründung der Notwendigkeit 5G und wieder gleichzeitig wird erklärt: "5G strahle nicht so stark wie man denkt.".

Das passt nicht zusammen

Akkreditierungsstelle ist.

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Ausschnitt aus dem Standortdatenblatt, Fluhmühle 11, Luzern, 23.09.2019 der Swisscom. 5G ist zu erkennen an den 3.600 MHZ

5G Messung nicht möglich

Was nicht überprüfbar ist, kann auch nicht bewilligt werden.

September 2020: Zu einem Zeitpunkt, in dem wichtige Empfehlungen zur 5G Einführung erarbeitet werden sollen, wechselt Dr. Hugo Lehmann, zuständig für Strategie und Innovation bei der Swisscom, zu METAS, dem Bundesinstitut für Metrologie, das die Mobilfunk Messempfehlungen für die Schweiz herausgibt.

Der Bund gibt an, 5G könne gemessen werden . Tatsächlich aber wird der Datenbeam überhaupt nicht gemessen, sondern errechnet, siehe Infographik unten rechts. Es werden die Synchronisationskeulen gemessen und von dort mit mehreren "definierten Faktoren" auf die Datenkeulen hochgerechnet.

Zu glauben, 5G erfülle die Grenzwerte ist also nicht festgestellte Tatsache, sondern Vertrauenssache.

Zur Erklärung: Alle 20 Millisekunden sendet 5G einen Impuls auf die gesamte Breite ab, um mit allen Endgeräten in Kontakt zu bleiben. Dies ist das Synchronisationssignal, also die Synchronisationskeulen. Erst wenn das Endgerät Daten herunterlädt, richtet sich die Datenkeule gezielt, variabel und sehr viel stärker auf das Endgerät, bzw. den Benutzer.

Bild 1:
Synchronisationssignal und Datenkeule

Es gibt bei den adaptiven 5G-Antennen kein Abhängigkeitsverhältnis zwischen Synchronisations- und Datenkeulen. Die Datenkeulen können ihre Sendestärke unabhängig von den Synchronisationskeulen ändern. Sie können immer stärker strahlen, bis die maximale Sendeleistung der Antenne erreicht ist, ohne, dass sich die Stärke des Synchronisationssignals ändert. Anhand der Messung der Synchronisationskeulen und einer Hochrechnung kann deshalb die Stärke der Datenkeulen nicht festgestellt werden. Ebenso misst auch das Qualitätssicherungssystem keine Messergebnisse, sondern nur die Stärke des Steuersignales zur Antenne.

Ein weiterer Beleg für die Nichtmöglichkeit von Abnahmemessungen von adaptiven Antennen ist im aktuellen Bauentscheid 2100/20 der Stadt Zürich vom 17. November 2020 betreffend die Mobilfunkanlage an der Forchstrasse 261 zu sehen. Auch hier hat die Beschwerdegegnerin die geforderte Abnahmemessung der sich in Betrieb befindlichen Frequenzbänder der adaptiven Antennen (3400 – 3800 MHz) am 11. Juni 2019 nicht messen können. Sie müsste das laut Beschluss Ziff. I. 2 innert 90 Tagen nachholen, was allerdings bis heute nicht erfolgt ist. Auch diese Anlage wird von der Beschwerdegegnerin ohne Abnahmemessung betrieben.

Fazit: Abnahmemessungen sind bis heute nicht möglich. Die Baubewilligung für adaptive Antennen basieren somit lediglich auf Prognosen respektive Annahmen. Dies ist eine unhaltbare Praxis, die die Gesundheit der Bevölkerung unnötigerweise aufs Spiel setzt und gegen das Vorsorgeprinzip verstösst.

Gemäss NISV wird während 6 Minuten ein Messgerät in den Strahlungsbereich gehalten.

Bild 2:
5G strahlt in alle Richtungen
Bild 3: Wenn in Richtung des Messgerätes
gerade kein Download stattfindet.
Bild 4: 5G, stehender Beam,
wäre mit aktueller Technik messbar

Bild 4 ist Theorie: Man müsste den Strahl einmal ruhigstellen, um eine Testmessung zu erreichen.

5G in der Zukunft

Die gezieltere Strahlung ist ein Vorteil. Studien aber zeigen, dass die Pulsation, verstärkt durch Beamhopping, die Strahlung biologisch aktiver und daher gefährlicher macht. Dieser Pulsation wäre die gesamte Bevölkerung, aufgrund Millionen gleichzeitiger Verbindungen und eines viel dichteren Antennenetzwerkes, permanent ausgesetzt. Wissenschaftlicher Dienst des Europäischen Parlamentes, Februar 2020

Bild 5: 5G bei Auslastung
Aktuell (2020) laufen die meisten 5G Antennen bei vielleicht 20% Ihrer Maximalleistung. Die hier gezeigten Animationen (Bild 2 vs. Bild 5) entsprechen einer Erhöhung im Faktor 4, was einen Sprung von 20% auf 80% darstellt.
Wenn die Festnetzanschlüsse einmal durch 5G ersetzt sind und das Internet der Dinge seinen Lauf nimmt dann werden 5G Antennen Vollast laufen.
Wieviele Bienen werden das überleben?

Richtigkeit der Angaben dieser Seite

Diese gesamte Seite ist entstanden aus Arbeitsgruppen mit Fachleuten. Die Richtigkeit der Angaben kann nicht gewährleistet werden. Sicher aber liegen sie der Wahrheit sehr viel näher als die völlig unverantwortliche Aussage: 5G könne gemessen werden und nach Worst-Case-Szenario behandelt werden und dabei noch den Gesundheitsschutz der Bevölkerung gewähren.

Fazit

Die für 5G notwendigen Frequenzen wurden vom Bund für viel Geld an die Mobilfunk Betreiber verkauft. Jetzt will man das Projekt um jeden Preis einführen. Es gibt zu viele Fragezeichen, um dies gegenüber dem Gesundheitsschutz gegenüber der Bevölkerung verantworten zu können. Leider können sich die Mobilfunkbetreiber derzeit auf Aussagen der Gerichte stützen, die aller Wahrscheinlichkeit technisch nicht haltbar sind. Es braucht Öffentlichkeitsarbeit, damit auch Gerichte von ihrem mobilfunktreuen Standpunkt absehen und Stimmen der Kritiker ernster nehmen.