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Durch Mobilfunk geschädigte Personen

Mobilfunk bewirkt "oxidativen Zellstress" was eine Zellvergiftung mit Langzeitwirkung ist und klar nachgewiesen. Darum ist auch der Begriff "Elektrosensibilität" nicht korrekt da er betroffene Personen in die Ecke der "Sensibelchen" stellt was die Diskussion verunsachlicht.

Entweder aufgrund einer Überbelastung oder weil Menschen sehr unterschiedlich auf schädliche Umwelteinflüsse reagieren können diese Schäden schlimm werden. Gemäss offizieller Zahl sind ungefähr 800.000 Menschen in der Schweiz "elektrosensibel", was 10% der Bevölkerung sind. Dem Verein Schutz vor Strahlung liegt eine Liste von 2.000 Menschen vor, die in Kellern leben, teilweise schon mehrfach umgezogen sind sind oder ihre Arbeitsstelle gekündigt haben um überhaupt noch (über-) leben zu können.

Zweifel an der Nachweisbarkeit

"Wenn es nur einmal gelänge, die Schäden nachzuweisen, würde das das ganze Denkmodel in Frage stellen."

"Das negative an einer Warnung ist auch, dass es eine Besorgnis auslösen kann, die zusätzliche wahre krankmachende Effekte hat."

Interview mit Prof. Martin Röösli, Epidemiologe und BAFU-Berater

2003 wurden Schäden nachgewiesen

"Wir machen Tests in einer Klinik in der Nähe von Würzburg. Zu uns kommen Menschen, die - vermeintlich oder zurecht - Probleme mit Elektromagnetismus haben. Wir leiten das EKG, die Hautdurchblutung und andere physiologische Parameter ab. Dann werden die Testpersonen während der Sitzung einem Feld von etwa 1 mW/qm Leistungsflussdichte ausgesetzt - wir simulieren hier ein Telefonat mit Handy und Testkarte; im Vergleich: Der Grenzwert für das D-Netz liegt bei 4.600 mW/qm. Der von uns verwandte Wert liegt somit im niederenergetischen Bereich ohne relevante Wärmeentwicklung."

"Wenn die Menschen nun in einen Stresszustand geraten, ändert sich die Variabilität der Herzrate. Diese Variabilität ist für die Bioregulation notwendig, wird aber bei Stresszuständen - z.B. auch aufgrund von Chemikalien oder elektromagnetischen Feldern zu Hause - eingeschränkt."

"Eine Stresssituation durch Mobilfunk-Strahlung lässt sich somit sehr gut und zuverlässig darstellen."

Der 1939 geborene Medizinphysiker Prof. Dr. Lebrecht von Klitzing war von 1975 bis 2002 Akademischer Oberrat an der Medizinischen Universität Lübeck (MUL), zuletzt als Leiter der Klinisch-Experimentellen Forschungseinrichtung an der Universitätsklinik.

Ganzes Dokument: Interview mit Prof. Dr. Lebrecht von Klitzing, Juli 2003