Die Schädigung der Gesundheit (mind.: Fruchtbarkeit beim Mann) im Bereich des Immissionsgrenzwertes ist klar nachgewiesen durch STOA, einen der derzeit überhaupt grössten verfügbaren Studien Reviews, herausgegeben vom Europäischen Parlament, 2021.
Nachweise für mögliche Gesundheitsschäden im Bereich des Schweizer Anlagegrenzwertes liegen ebenfalls vor.
Schweizer Grenzwerte sind nicht «10x strenger als im Ausland».
Bei
Lärm
ist erwiesen: Wer an einer Strasse wohnt hat ein höheres Krankheitsrisiko und stirbt früher. Darum werden die Grenzwerte, entgegen massiven Widerstandes, verschärft. Der Gesetzgeber hat die Notwendigkeit erkannt und handelt.
Die Evidenz bei Mobilfunk ist höher.
Salzburger Vorsorgewert
2004 wurde, unter der Leitung von Dr. med. univ. Gerd Oberfeld, nach Grenzwert für Mobilfunk geforscht. Die Studienlage sowie eine Vielzahl von vorliegenden Einzelfällen ergaben ein klares Bild für einen noch verantwortbaren Grenzwert: Bestätigt durch die Salzburger Landessanitätsdirektion wurden
maximal 0.2 Volt/Meter (V/m) tagsüber und 0.006 V/m nachts für empfindliche Personen als Grenzwert empfohlen.
Folgende Studien lagen vor
(u.A.):
2004 erschien eines der bedeutendsten Forschungsprojekte internationaler Grundlagenforschung, die
REFLEX Studie.
Finanziert wurde das Projekt von der europäischen Kommission (EUR 2 Millionen), Schweiz (0.5 Mio), Finnland (0.19 Mio) und der Stiftung VERUM mit (0.44 Mio). Entgegen den anfänglichen Erwartungen der Forscher selbst wurde eindrücklich die ergbutverändernde Wirkung von Mobilfunk, bereits bei schwacher Strahlung, im Bereich der Grenzwerte, nachgewiesen. Ebenfalls wurde deutlich dass DNA Selbstreparaturprogramme haben wie aber auch die Tatsache dass die DNA sich selber nicht vollständig reparieren kann. Auch die Öffnung der Blut- HirnschrankeWürden alle Giftstoffe aus dem Blut ins Hirn gelangen wären wir vergiftet.
durch Mobilfunk wurde nachgewiesen. Ein Kommentar zur Reflex Studie ist zu finden bei
Ärzte und Mobilfunk,
die
Internetseite REFLEX
ist bei VERUM.
2003 zeigte sich in der doppelblind weder Prüfer noch Befragte dürfen von der Strahlung wissen
durchgeführten niederländischen Studie der TNO
(Zwamborn)
bei mobilfunkempfindlichen Personen nach nur 15 Minuten Bestrahlung gegenüber 26950 µW/m2
(= 1V/M)
eine signifikante Verstärkung der Beschwerden Schwindel, Nervosität, «sich nicht konzentrieren können», «leicht zerstreut sein», «wenig Aufmerksamkeit für etwas haben» (u.A.).
Die
aktuelle Studienlage
kann im
Bioinitiative Report
eingesehen werden. Seit 2012 wird von 29 Autoren, die alle führende Wissenschaftler auf dem Gebiet elektromagnetischer Strahlung sind, ein regelmässiger Report herausgegeben. Der Trend setzt sich fort, dass die große Mehrheit der Studien über
biologische Wirkungen von Expositionen niedriger Intensität
sowohl bei ELF-EMF/Statikfeldern als für den Hochfrequenzbereich der Mobilfunkstrahlung berichtet. Kommentar dazu:
Diagnose Funk.
Schweizer Grenzwerte verstehen
Zu hoch: Der Schweizer Anlagegrenzwert
Der Anlagegrenzwert ist in der 2000 in Kraft getretenen NISV (nicht ionisierende Strahlenverordnung) festgelegt. Dieser gilt am OMEN (Ort mit empfindlicher Nutzung) wo Menschen sich dauerhaft aufhalten. Mit
5 Volt/Meter
liegt der Anlagegrenzwert ein Vielfaches über jenen Werten bei denen, wie oben genannt, bereits Beschwerden (Zwamborn) bemerkt wurden.
Studien im Bereich des Anlagegrenzwertes
2017, Zothansiama,
veröffentlicht vom
National Library of Medicine der USA
Alle verwendeten Expositionswerte waren unter 2 Volt / Meter. Die Studie wurde ausgeführt an Menschen die nahe einer Sendeanlage wohnen und wies eine Schädigung der DNA nach was als Vorstufe zu Krebs gilt, Zitat:
«[..] Die Analysen von Daten der exponierten Gruppe (n = 40), die sich innerhalb eines Umfangs von 80 m an mobilen Basisstationen befinden, zeigten deutlich (p < 0,0001) höhere Frequenz von Mikrokernen im Vergleich zur Kontrollgruppe, die 300 m von der mobilen Basisstation/en entfernt wohnten [..]»
In den
Schlussfolgerungen des Bioinitiative Report 2012,
übersetzt auf Deutsch mit DEEPL, ist, unter «die Bioeffekte sind eindeutig nachgewiesen», beschrieben:
«Bioeffekte sind eindeutig nachgewiesen und treten bereits bei sehr geringen Expositionswerten von elektromagnetischen Feldern und Hochfrequenzstrahlung auf. Bioeffekte können bereits in den ersten Minuten bei der Nutzung von Handys und schnurlosen Telefonen auftreten. Bioeffekte können auch schon bei einer minutenlangen Exposition gegenüber Mobilfunkmasten, WI-FI und drahtlosen intelligenten Stromzählern auftreten, die eine Ganzkörperexposition verursachen. Eine chronische Exposition gegenüber Basisstationen kann zu Krankheiten führen.»
Im
RF Color Chart
der Bioinitiative sind 131 Studien im Zeitraum 1974 bis 2012, 14 davon im Zeitraum 2010 bis 2012 aufgelistet die bei sehr geringer Strahlung biologische Effekte nachweisen. Die Art der nachgewiesenen Schädigung ist je farblich markiert.
Ein weit verbreiteter Irrtum
Mit dem Anlagegrenzwert wird die irrige Meinung verbunden,
die Schweiz hätte «10x strengere Grenzwerte als das Ausland».
Dies ist ein
Vergleich zwischen Äpfel und Birnen:
Es wird der Immissionsgrenzwert mit dem Anlagegrenzwert verglichen. Diese aber sind nicht vergleichbar da der Anlagegrenzwert in Wohnungen gilt und der Immissionsgrenzwert im Freien. Beispielsweise in Deutschland gibt es den «Messwert im Gebäude» welcher mit ungefähr max. 8V/m nahe dem Schweizer Anlagegrenzwert liegt. Doch auch der schweizer
Anlagegrenzwert ist nicht absolut
sondern gilt nur je Sendeanlage! An Überschneidungspunkten zwischen Anlagen haben auch Schweizer Gerichte wieder deutlich höhere Werte erlaubt.
Einziger Vorteil zu Deutschland ist dass beispielsweise an Kinderspielplätzen der Anlagegrenzwert eingehalten werden muss.
Einzig wirklicher Unterschied zu Deutschland ist dass in Deutschland weniger genau gemessen wird: Der «Messwert im Gebäude» wird lascher überprüft, genauer gesagt, wird er hochgerechnet während der Anlagegrenzwert der Schweiz eher gemessen wird.
Am Ende hat die Schweiz die selben Grenzwerte wie das Ausland.
Jenseits aller Wissenschaft: Der Immissionsgrenzwert
Der international angewendete Immissionsgrenzwert von 61V/m gründet, vergleichbar Deutschland und Amerika, in den
ICNIRP
Standards und gilt im Freien.
Mit dem Immissionsgrenzwert verbunden ist die
Erwartung eines Gesundheitsschutzes.
Das aber
ist falsch da die ICNIRP nur thermische Effekte anerkennt!
Mit anderen Worten also wird nur die Geweberwärmung bewertet und nicht die gesundheitlichen Auswirkungen.
Aussage eines Elektrikers2021, gegenüber Christian Sedlmair
: «60V/m spürst Du auch wenn Du nicht sensibel bist, nur wenn Du die Hand dort hinhältst».
Im Amtsblatt des Europäischen Parlamentes
C105 vom 4.3.2022
auf Seite 6, unter
«Zweifel an den ICNIRP Standards»,
(4.21) ist nachzulesen:
«Die ICNIRP bemüht sich sehr, ihre wissenschaftlichen Methoden für die Festlegung der Schutzleitlinien transparent zu machen; allerdings erkennt sie nur die thermischen Auswirkungen der elektromagnetischen Strahlung als potenziell schädlich an.»
Juni 2021
publizierte das
STOA
(Science and Technology Options Assessment, Komitee zur Technikfolgenabschätzung des EU-Parlaments) einen
zusammenfassenden Bericht
über die Erkenntnisse zu den Risiken von 5G und der nichtionisierenden Strahlung. Es ist einer der umfangreichsten vorliegenden Studienreviews überhaupt. Darin ist,
im Bereich der Grenzwerte,
festgehalten:
Schädigung der männlichen Fruchtbarkeit eindeutig nachgewiesen
Schädigung der weiblichen Fruchtbarkeit mit relativer Wahrscheinlichkeit nachgewiesen
Krebs durch Mobilfunk wahrscheinlich
Gesundheitsschäden im Bereich des Schweizer Immissionsgrenzwertes sind wissenschaftlich zweifelsfrei nachgewiesen.
August 2021
wurde das amerikanische
FCC
(ist vergleichbar dem BAFU / BAKOM Schweiz und verweist ebenfalls auf die ICNIRP Standards) vom Berufungsgericht des Bundesstaates Columbia angewiesen zu erklären, warum es wissenschaftliche Nachweise für Schäden durch drahtlose Strahlung ignoriert hat.
Dezember 2019
fand im Rahmen eines
Turiner Gerichtsverfahrens
eine gründliche Studienanalyse statt. Es stellte sich heraus dass die Studien der ICNIRP inkonsistent und widersprüchlich sind, im Gegensatz zu den Studien unabhängiger Institute. Das Turiner Gericht erklärt: «[..] In diesem Fall können
Interessenkonflikte
bei der Bewertung der Auswirkungen von Funkfrequenzen auf die Gesundheit auftreten: [..] Fälle, in denen der Autor der Studie die Telefonindustrie beraten oder von der Telefonindustrie Mittel für Studien erhalten hat [..] wenn der Autor selbst Mitglied der ICNIRP ist».
Die ICNIRP also wird wie eine Interessensvertretung der Industrie angesehen und nicht als neutral.